Die Geschichte des Mobilfunks in Österreich (bis 2002)
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- Das erste österreichische Mobilfunknetz (öffentlicher beweglicher Landfunkdienst) - das B-Netz - wird im Mai 1974 in Betrieb genommen. Die Mobilfunkkisten werden in Autos transportiert. Zum Erreichen eines Teilnehmers muß man seinen Standort wissen, um ihn anwählen zu können. Mit Geräten von Siemens und Bosch kann auch in Deutschland, Luxenburg und den Niederlanden telefoniert werden.
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- Schon früher wird Mobilfunk-Geschichte geschrieben. Bei den 1. Olympischen Spielen in Innsbruck 1972, stellt die damalige Post gemeinsam mit dem Mobilfunk-Newcomer Motorola eines der ersten Pagingsysteme auf die Beine. Die Österreichische Post hat damit als erstes Postunternehmen der Welt ein Pagingnetz in Betrieb.
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- Im November 1984 folgt das C-Netz auf Basis des skandinavischen NMT 450 Standards (NMT = Nordic Mobile Telefone, 450 ist die Sendefrequenz in MHz). Das C-Netz bekommt die Vorwahl 0663 und das komplizierte Wählen wie bei dem B-Netz fällt weg, den man muß nun nicht mehr den Standort des Teilnehmers wissen. Eine zentrale Stelle übernimmt die Überwachung, in welcher Sendestation der Mobilfunker eingebucht ist. Weiters wird es für den Teilnehmer auch möglich, ohne Unterbrechung des Gespräches den Sendeort zu wechseln ("Handover").
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- Die B-Netz und C-Netz Telefone sind meist in Autos eingebaut. Das ändert sich mit dem Mobilfunknetz D (E-TACS900). Dieses Netz basiert auf dem TAC-System (=Total Access Communication System) und ist eine Entwicklung von Motorola. Die Sendeleistung bewegt sich schon im Rahmen der heutigen GSM-Geräte.
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- Im Juli 1990 beginnt der Testbetrieb des D-Netzes in Wien und im November startet der reguläre Betrieb durch die österreichische Post- und Telegraphenverwaltung. Die Vorwahl lautet hier ebenfalls 0663. Man unterscheidet zwischen Mobiltelefonen (Telefone, die für den Einbau in ein Kraftfahrzeug oder als transportable Geräte ausgelegt sind) und Handportalblen Geräten (kurz "Handy". Originaldefinition aus dieser Zeit: "kleine, leichte, tragbare Telefone mit eingebauter Batterie".) Dieses System verwendete auch Großbritannien, Irland, Italien, Malta und Spanien. Telefonieren mit dem selben Gerät in einem anderen Land als im eigenen war aber nicht möglich.
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Geräteaufkleber auf einem D-Netz Gerät
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- Übrigens: Der Begriff Handy kommt angeblich von Philips, welche ein Mobiltelefonmodell "Handy" nannten, das bald als Bezeichnung für alle Mobiltelefone verwendet wird. (Wie z.B. "Tixo" für Klebebänder oder "Uhu" für Klebstoff)
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- Das neue D-Netz erfreut sich großer Beliebtheit und die Teilnehmeranzahl nimmt schnell zu. Bereits im Jänner 1991 telefonieren in Österreich 100.000 Leute mobil (B, C, D Netze zusammen).
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- Seit dem Beginn der Achtziger Jahre arbeitet eine Arbeitsgruppe der europäischen Fernmeldeverwaltungen (unter anderem Nokia, Ericsson und Siemens) an einem paneuropäischen digitalen "Global Standard for Mobile Communications" (ursprünglich franz.: Groupe Special de Mobile). Grund dafür sind die unterschiedlichsten Funksysteme in Europa, welches das mobile Telefonieren meist auf ein Land beschränkt. Mit dem neuen digitalen GSM-Netz wird es möglich, auch in anderen Ländern zu telefonieren (roamen) und neben Sprache können auch Faxe und Daten mit anfangs bis zu 9.6 kB/s übertragen werden. Zum Betrieb der Geräte ist die SIM-Karte (Subscriber Identity Module) notwendig. Diese hat das Teilnehmerverhältnis gespeichert und stellt die Verbindung vom Mobiltelefon zum Netzbetreiber dar.
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- In Österreich beginnt 1991 die "Post" gemeinsam mit Siemens den Aufbau eines der ersten GSM-Netze der Welt, in Österreich nach der Reihenfolge der Telefonnetze E-Netz genannt. Bald entstehen neben der "Ur-BTS" (BTS=Base Transceiver Station, Basisstation) auf dem Dach des Wiener Arsenals, die übrigens bis vor Kurzem noch ihren Dienst tat, Anlagen bundesweit.
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- Die kommerzielle Betriebsaufnahme des "GSM-Netz der Post" erfolgt im Dezember 1993 mit bereits 400 GSM-Basisstationen. Schätzungen 1994 besagten eine Teilnehmerzahl zwischen 550.000 bis 750.000 in den kommenden 5 Jahren. (Ein Blick in die "Zukunft": 1999 telefonierten über 3,5 Mio. Österreicher mit einem GSM-Handy!)
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- Die vorhandenen Rufnummern im D-Netz näherte sich 1994 mit 167.000 Kunden an die Grenze. Eine Rufnummernerweiterung auf 7 Stellen war nun notwendig.
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- Ende März 1995 beendete das B-Netz (erstes Mobilfunknetz in Österreich) seinen 21 jährigen Betrieb.
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- Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia ließ sich 1995 auch in Österreich nieder. Bis dahin wurde Nokia von Bosch vertreten. Zu den Marktanteilen: Motorola 23%, Ericsson und Nokia je 16%.
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- Markenrelaunch: Das E-Netz bekam in Anlehnung an das deutsche GSM-Netz der Deutschen Post (D1) den Namen "A1" und der Mobilfunk-Bereich der PTA (Post und Telekom Austria) wurde als Profitcenter unter dem Namen mobilkom austria reorganisiert. Das GSM-Netz begann seinen Siegeszug und Ende 1995 hat das A1-Netz über 100.000 Kunden.
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- Noch im Dezember 1995 bekam Ö-CALL - ein Konsortium von Banken, der Kronen Zeitung, Siemens und der Tochter der Deutschen Telekom DeTeMobil (D1) - die zweite GSM-Mobilfunklizenz zugesprochen. Link zu einem Zib2-Bericht auf YouTube
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- In der Beziehung zwischen Siemens und mobilkom austria begann es zu kriseln. Die Netzerrichtung und auch die meisten Techniker bei Mobilkom waren von Siemens. Durch die Beteiligung an Ö-CALL vermutete man, dass geheime Firmendaten weitergegeben werden. Die daraufhin entlassenen Siemens-Techniker nahm Ö-CALL mit Freude auf und Mobilkom wartete die Mobilfunk-Anlagen nun selbst.
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- Bei mobilkom austria übernahm 1996 Heinz Sundt die Führung und begann das Unternehmen zu einem der innovativsten in Europa zu machen. Mit Gerhard Berger, Niki Lauda und Reinhard Fendrich konnten die zu dieser Zeit bekanntesten Österreicher als Werbeträger für die Marke A1 gewonnen werden. Werbeaussage von Reinhard Fendrich: "Alle ham eins, ich will a 1."
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- Im April 1996 wurde mobilkom austria als Aktiengesellschaft aus der PTA ausgegliedert und so mit mittlerweile 300 Mitarbeitern auf eigene Beine gestellt - die Geburtsstunde der mobilkom austria AG! Die Schulden von umgerechnet 560 Millionen Euro wurden von der Post aber ebenso mitgegeben. In der Budgetnot verkaufte man deshalb 25% plus eine Aktie an die Mobilfunktochter der Telecom Italia STET. Eine strategische Partnerschaft entstand. Den Rest der Aktien hielt die ebenso neu entstandene Telekom Austria AG, welche ebenso aus dem Postkonzern ausgegliedert wurde.
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- Mit dem Marketingstart benannte sich die Firma Ö-CALL um in max.mobil Telekommunikations GmbH und begann mit Billigangeboten den Markt aufzumischen ("max.mobil. - Ein Netz hebt ab"). Der kommerzielle Start erfolgt im Oktober 1996.
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- Ende 1996 konnte Ing. Mag. Trimmel, zuständig für den Netzausbau bei mobilkom austria, 1.242 Funkstationen verzeichnen. Probleme mit einem rascheren Ausbau gabt es immer wieder durch langwierige und hinausgezögerte Genehmigungsverfahren für die Sendemasten. Der Mitarbeiterstand im "Customer Care" (Kundenbetreuung) erhöhte sich von 50 auf 350 und die Teilnehmerzahl im A1-Netz überholte mit rund 300.000 erstmals die D-Netz Kunden (268.000).
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- Max.mobil. gelang es zu dieser Zeit nicht, mit den stark zunehmenden Kundenzahlen von A1 mitzuhalten. In Deutschland erging es Mannesmann, als zweiter GSM-Netzbetreiber in Deutschland mit dem Markennamen D2 gestartet, besser und konnte sich an D1, der Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, herantasten. D1 erlangt über Siemens immer mehr Anteile an max.mobil., wodurch mehr Know-how in den zweiten österreichischen Netzbetreiber floß.
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- Zwei weitere Paging Netze starteten im September 1996 (Air-Page) und im Jänner 1997 (Paging-One). Dazwischen führte mobilkom austria CallMe, Paging ohne Grundgebühr, in ihr bestehendes Netz ein.
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- Die Deutsche Telekom, die immer mehr Anteile an max.mobil. übernahm und für die Schulden gerade stand, wurde erstmals von Mannesmann teilnehmerseitig geschlagen.
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- Die zweite private GSM-Lizenz in Österreich ging im August 1997 an den einzigen Bieter Connect Austria. Eigentümer waren einige europäische Telekomunternehmen. Auch Orange (der private britische Funknetzbetreiber), der im letzten Moment eine eigene Bewerbung zurückzog.
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- Die Telekom-Control GmbH wurde 1997 als Regulierungsbehörde installiert. Sie hat die Aufgabe, die Telekommunikationsunternehmen in Österreich zu überwachen.
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- Um den Teilnehmerzuwachs zu steigern, wurde bei max.mobil das legendäre "um einen Schilling im eigenen Netz telefonieren" eingeführt. Dem nicht genug, krempelte die Deutsche Telekom, der bereits 70% gehörten, um und setzten statt des ihrer Meinung nach gescheiterten Geschäftsführer Hans-Jörg Tengg ein dynamisches Duo ein. Der Markennamen wurde auf max.0676 geändert. Eine Auswirkung zeigte sich in einem endlich ähnlichen Teilnehmerzufluß wie bei A1.
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- Beim Marketing konzentrierte sich max.mobil. 1997 auf den Fußball und wurde zum Sponsor der Österreichischen Bundesliga -> max.bundesliga. Im Gegenzug bekam der umgebaute österreichische Formel1-Ring in Zeltweg den Namen A1-Ring.
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- Mobil ins Internet kommt man seit Mai 1997. Mit A1 PocketNet schaffte mobilkom austria mit dem Internetprovider EUNet als Partner den kostenlosen mobilen Internetzugang mit dem auch der E-Mail Service mobil wurde.
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- Im Herbst 1997 bachte mobilkom austria mit "B-Free" das erste Pre-Paid-Produkt in Österreich auf den Markt. Bald darauf wurde es von max. unter den Namen klax.max kopiert. Die Wertkartenhandys brachten viele neue Kunden in die Netze.
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- Bevor das C-Netz mit nur mehr 26.000 Teilnehmer am 1. September 1997 eingestellt wurde, erreichte die Anzahl der gesamten "Mobilfunker" die Millionengrenze. Über das max. Netz telefonierten 224.000 Kunden.
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- Nach dem Erfolg des A1 PocketNet führte max.mobil. Ende November den Versandt von E-Mails übers Handy ein. Dies basierte auf den SMS-Dienst.
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- Die Gesamtzahl der österreichischen Mobilfunkkunden betrug im Juni 1998 bereits 1,5 Millionen!
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- Am 26. Oktober 1998 startete ONE, das Mobilfunknetz von Connect Austria. Der Frequenzbereich von ONE lag bei 1800 MHz (GSM/DCS). Anders als bei A1 und max., die zu Beginn mit 900 MHz funkten. Dadurch wurden auch neue Mobiltelefone nötig und es begann die Ära der "Dualband Handys", die sowohl im 900 MHz als auch im 1800 MHz Band funkten.
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- max.mobil. startete im September 1998 mit mäxchen als erster ein Treuebonusprogramm. Zu Weihnachten telefonierten mehr als 2,2 Mio. Österreicher mit einem Mobiltelefon.
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- Zum Betreiber eines Dualband-Netz (900 MHz und 1800 MHz) wurde mobilkom austria im Februar 1999. Sie erhielt die Lizenz für die 1800er-Frequenz in Wien, Wien-Umgebung, Linz, Graz, Salzburg, Innsbruck und das Rheintal. Dies war dringend nötig, da das 900 MHz Netz vor allem in Wien bereits ausgelastet war. Hatte man doch mittlerweile eine Million Teilnehmer im A1 Netz!
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- Das ONE Netz wuchs 1999 in Rekordzeit und 300.000 Teilnehmer waren bald erreicht. Auch max.mobil. erhielt die 1800er Frequenz für Wien.
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- Aufregung gabt es zu Ostern 1999, als die Deutsche Telekom und die Telecom Italia fusionieren wollen. Da die Unternehmen ja auch an max.mobil. bzw. an mobilkom austria beteiligt waren, sprach man schon von einer Fusion max. und A1. Doch daraus wurde letztendlich nichts, Olivetti kaufte die 25% von Telecom Italia.
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- Nachdem die Teilnehmerzahl von max.mobil. im Mai 1999 eine Million erreichte, erwarb das Unternehmen im Juni die Elektronik-Handelskette Niedermeyer.
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- Die 4. Mobilfunklizenz ging im August 1999 an tele.ring. Beteiligt waren die ÖBB (Österreichische Bundesbahnen), diverse Banken, der Verbund und die deutsche Mannesmann (D2). Den Netzaufbau übernahm Alcatel. Liberty war zu Beginn ein möglicher Markenname von tele.ring, der aber wieder verworfen wurde.
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- Mobilkom austria, die im September '99 einen Kundenstand von 2 Millionen verzeichneten, starteten den ersten m-commerce-Dienst, das ÖBB-Ticketing (Bahntickets via Handy bestellen). Weiters führten sie gemeinsam mit Motorola den ersten GPRS-Call in Österreich öffentlich durch. Das General Paket Radio System erlaubt durch paketweises Versenden von Daten eine wesentlich schnellere Übertragungsgeschwindigkeit im GSM-Netz, wodurch E-Mail-Versenden und Internetsurfen auch mobil effizienter werden. Auf diesen Dienst müssten die Kunden allerdings noch warten.
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- Dafür nahm mobilkom als einer der ersten Netzbetreiber weltweit den WAP (Wireless Application Protocol) Betrieb in ihrem Netz auf. Damit war es möglich, speziell aufbereitete Informationen (im WML Format) am Handy darzustellen und somit zum Beispiel aktuelle Schlagzeilen abzurufen. Das erste Handy am österreichischen Markt, mit dem dieser Dienst verwendet werden konnte, war das Nokia 7110.
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- Im November 1999 übernahm T-Mobile, wie D1, die Tochter der Deutschen Telekom nun hieß, von der Siemens Österreich AG die 10% der Aktien von max.mobil. und stockte ihren bisherigen 81%-Anteil auf 91% auf.
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- Das Jahr 1999 endete mit Rekorden: 52% der Österreicher telefonierten mit einem Mobiltelefon. Damit hatte Österreich mit einem Zuwachs von 24% in diesem Jahr das Rennen um die Penetrationszuwächse in Europa gewonnen. Mobilkom austria und max.mobil. meldeten einen Netzausbau von 97%, dies bedeutete die weltweit höchste Ausbaurate.
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- Zu Beginn des Jahres 2000 gründeten die vier Netzbetreiber das Forum Mobilkommunikation, das von nun die Mobilfunkbetreiber gemeinsam vertritt.
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- GSM-Netze gab es nun schon in ganz Europa und in einigen Teilen der anderen Kontinente. Aber um weltweit mit einem System telefonieren zu können, wurde ein neues Netz - die dritte Generation (3G) - entwickelt. Mitte der 90er-Jahre begann ITU (International Telecommunications Union) mit der Festlegung der IMT-2000-Spezifikationen (International Mobile Telecommunications). Dabei hebte sich der UMTS-Standard, der vom UMTS-Forum (einer Kooperation aller namhaften Mobilfunkkonzerne) entworfen wurde, heraus. Dieser erfüllte die "3G-Rahmenbedingungen" und wurde künftig der weltweit dominierende Standard. Die damit maximal möglichen 2 MBit/s waren gegenüber den jetzigen Übertragungsraten von 9,6 KBit/s bei GSM ein richtig gehender "Quantensprung".
- Bereits vor der Lizenzvergabe für UMTS führten max.mobil. und Siemens im Februar 2000 einen ersten UMTS-Call durch, wobei vom Festnetz ein UMTS-Gerät angerufen wurde und dabei ein Bild übertragen.
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- Den weltweit(!) ersten UMTS-Live-Call, bei dem 2 UMTS Teilnehmer miteinander telefonierten, machte allerdings der österreichische "Funkpionier" Mobilkom gemeinsam mit Ericsson. Neben Sprache wurden dabei auch Daten übertragen.
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- Der Generaldirektor von mobilkom austria, Heinz Sundt, wurde im April 2000 zu telekom austria gerufen, um das kränkliche Unternehmen zu sanieren. Nachfolger bei mobilkom wird Boris Nemsic, ehemals Chef beim kroatischen Tochternetz der Mobilkom - VIPNet.
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- Die Deutsche Telekom kaufte über ihre Mobilfunktochter T-Mobil die bislang im Besitz des Krone Verlages befindlichen 9 % an max.mobil. und hielt somit 100 %. Damit gehört max.mobil. wie T-Mobil und dem britischen one2one zur Gänze der internationalen Mobilfunkholding T-Mobile International AG an.
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- Im Mai 2000 nahm tele.ring als 4. österreichischer Netzbetreiber seinen kommerziellen Betrieb auf. Den ersten Marktauftritt in Österreich hatte das Unternehmen am 10.12.1998 als Festnetzbetreiber mit dem Telefondienst "1012 PRIVAT". Die verwendete Frequenz des tele.ring-Funknetzes ist wie bei ONE 1800 MHz.
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- Die Inbetriebnahme des weltweit ersten flächendeckenden GPRS Netzes der mobilkom austria erfolgte im August 2000. Noch mangelte es an GPRS-fähigen Geräten. Das Motorola T280 war lange das einzige am Markt.
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- Inzwischen telefonierten über 2,5 Mio. Kunden im D- und im A1 Netz.
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- Bei der UMTS-Auktion am 2. und 3. November 2000 ersteigerten mobilkom austria, max.mobil, Connect Austria, Mannesmann 3G, 3G Mobile und Hutchinson 3G die sechs UMTS-Lizenzen. Insgesamt nahm die Republik Österreich € 831,595 Mio. bei dieser Auktion ein.
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- Vodafone übernahm im Dezember 2000 Anteile von tele.ring, die von ÖBB und Verbund abgegeben wurden. Der vierte österreichische Netzbetreiber beendete sein erstes Jahr mit über 100.000 Kunden.
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- Mobilkom austria beteiligte sich im Laufe des Jahres 2001 am slowenischem Mobilfunkbetreiber Si.mobil und an der paybox austria AG. Mit Ericsson und Nortel Networks baute der Marktführer das erste österreichische UMTS-Netz.
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- Western Wireless International Corporation (WWI), einer weltweit tätigen Tochter der 1994 gegründeten Western Wireless Corporation (WWC), die wiederum einen führenden Telekom-Provider in den Vereinigten Staaten darstellte, übernahm von Mannesmann/Vodafone den nicht mehr rentablen Funkbetreiber tele.ring.
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- Wieder einmal als weltweit erster Netzbetreiber launchte mobilkom austria die WAP 1.2.1 Push Technologie im August und gewann im September den Mobilitätspreis 2001. Die Beteiligung an VIPnet Kroatien konnte auf 66% erhöht werden.
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- Das D Netz hatte im Februar 2002 ausgedient und wurde eingestellt. Die Kunden konnten unkompliziert auf das A1-Netz umsteigen.
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- Telekom Austria erwarb den 25%igen Anteil der Telecom Italia Mobile (TIM) an mobilkom austria und ist damit alleiniger Besitzer der Aktien. Weiters erhöhte mobilkom austria die Beteiligung an VIPnet Kroatien auf 71%.
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- Da die T-Mobile International AG ihren Markennamen weltweit vereinheitlichen wollte, wurde am 18. April max.mobil. zu T-Mobile Austria und in ganz Österreich tauchte die gewöhnungbedürftige Farbe "Magenta" auf.
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- Die Überraschung war perfekt: Am 25. September 2002 startete mobilkom austria in allen Landeshauptstädten - mit Ausnahme von Salzburg - das erste nationale UMTS Netz Europas! 25% der Bevölkerung waren beim Start mit UMTS versorgt. Testen konnten dieses Netz vorerst sogenannte "friendly user".
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- Mobilfunker Ende 2002: 3 Mio. im A1-Netz, 2. Mio. im T-Mobile Netz, 1.4 Mio. im One-Netz, 500.000 im tele.ring Netz. Damit hatten statistisch gesehen 83,1 % der Österreicher ein Handy.
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- mobilkom austria war 2003 weiter international tätig. Mit Vodafone ging man im Jänner eine strategische Partnerschaft ein und konnte somit seinen Kunden im Ausland günstigere Telefonkosten bieten. Im Juni 03 kaufte A1 von Western Wireless International den 19%-igen Anteils an VIPnet. Die Beteiligung von mobilkom austria an VIPnet erhöhte sich dadurch von 80% auf 99%. Der Restanteil in der Höhe von 1% wurde von Vecernji List, einem kroatischen Zeitungsverlag, gehalten.
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- Dazwischen wurde das erste UMTS-Netz von mobilkom austria noch vor Hutchinson 3G für die Kunden geöffnet.
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| ... wird fortgestetzt ... |
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