Was bietet Twitter?
In Österreich wird Twitter noch kaum genützt. Etwas über 25.000 haben erst einen Account. Davon sind wiederum weniger als die Hälfte aktiv.
Bei Facebook gibt es immerhin 2,1 Millionen österreichische Profile.
Höchste Zeit also, euch Twitter näher zu bringen.
Prinzipiell kann man Twitter (zu Deutsch: Gezwitscher) mit einem öffentlichen Chat vergleichen. Die Posts, die man absetzt, sind die Tweets, die bis zu 140 Zeichen haben dürfen.
Die Registrierung auf Twitter ist sehr einfach, man gibt einen Usernamen ein, kann dann den realen Namen, Biografie, Ort und Internetadresse einfügen. Die Benutzeroberfläche lässt sich durch diverse Einstellungen wie Hintergrundbild oder Farben personalisieren.
Um Leute, Organisationen oder Firmen zu finden, die bereits bei Twitter sind, gibt es Suchfunktionen. Man kann seine Kontakte von Gmail, AOL oder Yahoo zum Suchen einbinden, anhand von Namen suchen oder Interessengruppen durchschauen.
Folgt man bereits jemanden, kann man dessen Follower anschauen und auch diesen folgen.
Hat man selbst Interessantes mitzuteilen, wird es sein, dass Leute, denen man folgt, auch zurückfolgen und sich auch andere anschließen. So wächst Schritt für Schritt die Zahl der Folger und jener, denen man folgt.
Tweeden kann man über alles, was einem Spaß macht. Jeder Follower kann diese Tweets lesen. Selber sieht man auf der sogenannten Timeline sämtliche Tweets jener Personen, denen man selber folgt. Antworten auf Tweets ist genau so möglich wie das Retweeten, also eine Mitteilung eines Users erneut an seine eigenen Follower schicken.
Will man jemanden eine persönliche Nachricht zukommen lassen, die nicht von allen gelesen werden soll, kann man das mit der Direktnachricht-Funktion. Dies geht allerdings nur an eine Person, die einem auch folgt.
Aber warum soll man Twitter überhaupt verwenden?
Durch die öffentliche Chatfunktion kann man leicht mit Freunden in Verbindung bleiben und den Freundeskreis erweitern.
Es gibt Top Informationen zu holen. So gut wie alle Printmedien oder Fernsehanstalten sind in der Twitterwelt vertreten. Neuigkeiten sind oft auf Twitter früher zu lesen als auf den Online-Medienseiten.
Profitipps zu seinem Fach- oder Interessensgebiet erhält man durchs folgen von Spezialisten. Dabei ist es auch leicht, sich mit diesen auszutauschen und Rat und Hilfe zu bekommen.
Firmen nützen diese Social Network - Plattform um sich zu präsentieren, neue Produkte und Aktionen aufzuzeigen oder um Mitarbeiter zu finden.
Was nicht oder nur bedingt funktioniert: Direktmarketing. Simples direktes Anpreisen von Artikeln oder Dienstleistungen nerven den Twitter und bei häufigen Werbetweets verliert man schnell wieder seine Follower.
Will man Twitter für Marketing einsetzen, gilt es, seine Kompetenz zu zeigen, Erfahrungen weitergeben, andere Twitter zu unterstützen. So wird das Interesse geweckt und die Leute kommen bei richtiger Anwendung von selbst auf einen zu.
Ein wichtiges Werkzeug auf dieser Plattform ist der sogenannte Hashtag. Dabei setzt man vor dem Begriff, das Raute-Zeichen #. Dieses Zeichen heißt auf englisch Hash und ein Suchbegriff ist der Tag. Darum also Hashtag. Baut man in einem Tweets einen solchen ein, z.B.#WM2010, ist der Begriff anklickbar und man erhält weitere Tweets aufgelistet, die diesen Hashtag beinhalten.
Neben der Suchaufgabe wird der Hashtags als ironische Form des Kommentierens eines Tweets verwendet, indem man ihn in einen Zusammenhang stellt, der unerwartet ist und als Einordnung dem Tweet eine neue Konnotation beigibt.
Wenn man bei einen Tweet einen User erwähnen will, setzt man vor dem Usernamen das @-Zeichen. Z.B. @martinstuphann. Diese Nachrichten findet man zusammengefasst in der Replies-Liste.
Ein netter Brauch findet jeden Freitag statt, der FollowFriday! Dabei empfiehlt man seinen Follower jene Leute, denen man gerne folgt. Um den Empfehlungstweet als solchen erkennbar zu machen, setzt man den Hashtag #FF (für FollowFriday) hinzu.
Folgt man mittlerweile schon vielen Personen, legt man sich zur besseren Übersicht Listen an, in die man die Follower einteilt. Diese kann man frei wählen, z.B. nach Themen, nach Ländern usw. Die Listen können öffentlich sein, dann dürfen auch andere Leute diesen Listen folgen, oder man stellt sie auf privat und für andere nicht sichtbar.
Mittlerweile gibt es schon viele Dienste und Seiten, die mit Twitter zusammenarbeiten. Aber dazu ein andermal.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig Lust aufs Twittern machen und würde mich freuen, wenn Ihr mir folgt ;-) Mein Twitteraccount: http://www.twitter.com/martinstuphann
Viel Spaß wünscht Euch
Martin Stuphann