Das Internet und ich
Als das World Wide Web, entwickelt von Tim Berners-Lee vom Forschungszentrum CERN in Genf, 1991 freigegeben wurde, konnte noch niemand ahnen, welche Auswirkungen das neue Hypertext-System auf das Internet haben wird.
Zunächst konnte man nur Texte abrufen, ab 1992 wurden auch Grafiken in die Webseiten eingebaut.
Seit 1993 begann das Internet stätig zu wachsen. Private Zugänge zum WWW waren aber noch nicht üblich.
Ich bekam zunächst nicht mit, was da Neues im entstehen war. Für meine Zeit an der HTL kam das WWW zu spät, da ich 1993 maturierte und die Schule verließ.
Meine Hauptaufmerksamkeit galt danach dem Tontechnikerstudium an der SAE Wien.
Wie ich das Internet erstmals war nahm
Erst als mehr in den Medien über das Internet berichtet wurde, weckte es mein Interesse.
Schön langsam waren diverse Firmenwerbungen mit einer Internetadresse versehen und oft fand man den Hinweis: „Wir sind jetzt auch im Internet".
Es war, glaub ich, 1995, als in einem Einkaufcenter in meiner Landeshauptstadt St. Pölten (Niederösterreich) 3 Internetterminals mit freiem Zugang aufgestellt wurden. Unglaublich lange Schlangen bildeten sich jeden Tag. Meine Neugierde wurde immer größer, jedoch hatte ich nie soviel Zeit, mich lange genug anzustellen um auch in das globale Netz einzusteigen. Nach mehreren Wochen, als ich wieder im besagten Einkaufcenter war, war doch tatsächlich ein Terminal frei. Schnell stürzte ich mich hin, damit ja niemand vor mir dort war. Und dann stand ich vor dem Schirm. Der Cursor blinkte in der Adresszeile und ich gab meine erste Internetadresse ein. (Es war die Adresse irgendeiner Firma, leider weiß ich nicht mehr, von welcher).
Und es erschien eine Website. Aha, also das ist nun der große Mythos Internet, dachte ich mir. Nicht wirklich aufregend. Einfach eine Seite mit etwas Text und ein paar Bildern. Aber das war ja erst der Anfang.
Zu derzeit machte ein Freund von mir eine Umfrage für seine Firma, in der eine Frage lautete, ob ich mir vorstellen kann, mit dem Internet Geld zu verdienen. Ich dachte nur, wie das gehen soll. Was soll man den im Internet verkaufen. Tja, schon bald wurde ich eines besseren belehrt ;-)
mein täglicher Umgang mit dem Internet
1999 begann ich als Shopmitarbeiter bei einem österreichischen Mobilfunkanbieter. Und ab da hatte ich dann täglich mit dem Internet zu tun. Bestens vertraut mit dem PC machte es mir keine Schwierigkeiten, mich mit den Grundkenntnissen des Internetzugangs zu befassen. Zu meinen Aufgaben zählte auch das Konfigurieren der mobilen DFÜ-Verbindungen auf Laptops. Ja, man konnte damals wirklich schon mobil mittels CSD-Datenverbindung übers Handys (einige wenige hatten ein Modem integriert) surfen. Sehr faszinierend und mit einer Geschwindigkeit von satten 9,6 kBit/s - ja, Kilobits, kein Tippfehler ;-)
Natürlich war mir das zuhause zu langsam. Mein damaliger PC hatte ja ein V.90-Modem integriert und ein Zugang zum Internet über den Telefonanschluß schnell eingerichtet. Immerhin schon mit zirka der 5-fachen Geschwindigkeit wie mit dem Handy.
Meine erste selbsterstellte Website
Als in einem Multimedia-Magazin von 2000 eine Anleitung zum Aufbau einer Website erschien, machte ich mich gleich dran, meine allererste eigene Homepage zu gestalten. Neben persönlichen Dingen füllte ich die Seiten auch mit meiner Handysammlung inklusive Beschreibungen der Modelle. Durch einen Link beim größten Handysammler Deutschlands, mit dem ich oft doppelte Handymodelle tauschte, erreichte ich sehr bald eine hohe Besucherzahl. (Leider verlor ich mit der Zeit das Interesse an der Sammlung und da ich die Website nicht mehr ausreichend pflegte, nahm ich sie wieder vom Netz. Ich habe aber vor, die Seiten von damals wieder hervor zu kramen und neu heraus zu bringen. Mittlerweile sind die Handys von damals ja wirklich schon museumsreif).
So verbrachte ich also ein Großteil meiner Freizeit der ersten Jahre des neuen Jahrtausends mit der Handysammlung, meiner Website und mit dem Sammeln von mp3-Songs, die man über Tauschbörsen wie Napster aus dem Netz saugte. Bis heute verkaufe und kaufe ich über eBay, nutze gerne diverse Online-Shops, informiere mich übers Tagesgeschehen und lese und schreibe in verschiedenen Onlineforen.
Mobiles Internet
Beruflich verfolgte ich mit Spannung die ständige Steigerung der Download-Geschwindigkeiten. Bereits Ende 1999 kam mit dem Nokia 7110 das erste WAP-Handy, mit dem es möglich war, Internet am Handy zu nützen. Ich werde nicht vergessen, wie ich das Ding zum ersten mal in der Hand hielt. Sofort nach der Lieferung in den Shop aktivierte ich das 7110 und testete die WAP-Seiten. Noch war natürlich alles etwas mager, aber die Anwendungen und Inhalte wuchsen danach stetig.
Im Sommer 2000 brachte Motorola mit dem Timeport P7389i das erste GPRS-Handy auf den Markt. Mit diesem Gerät erreichte man schon eine Downloadgeschwindigkeit eines V.90-Telefonmodems. Schon sehr brauchbar zum mobilen Surfen. Da stiegen auch die Laptop-Kofigurationen in meinem Shop. Für mehrere Berufsgruppen war der mobile Internetzugang sehr gefragt.
Einen weiteren Anwenderanstieg beim Mobilen Surfen gelang mit der GPRS-Stechkarte für die Laptops.
2002 startete in Österreich UMTS, das die Downloadgeschwindigkeit pro Sekunde in den Megabit-Bereich brachte. Davor half man sich mit EDGE aus, das noch heute in entlegeneren Gebieten in Verwendung ist. Zu Beginn mangelte es noch an geeigneten UMTS-Handys. Das erste, das herauskam, erinnerte von der Größe her an die Handysteinzeit. Ich glaube, es war eins von Nokia, aber das habe ich anscheinend schon verdrängt.
Nach den teuren UMTS-Linzenzen und dem zähen Gerätestart meinten schon viele, dass der neue Mobilfunkstandard ein Reinfall sei. Auch wenn es etwas dauerte, setzte sich mobiles Surfen - natürlich auch wegen dem Trend zu Laptops - immer mehr durch. Mit den UMTS-PC-Cards und danach mit den Internet-USB-Sticks wuchs die Zahl der User weiter. Dank der Erweiterung HSDPA wird es bald mehr mobile Internetanschlüsse geben als stationäre.
Soweit zum Mobilen Internet - ein Thema, das mich zehn Jahre beruflich intensiv beschäftigte.
Meine neue Arbeit im Internet
2009 lernte ich dann Worldsoft, die größte europäische Internet-Agentur kennen und konnte nicht anders, als mich dort zu bewerben. Ich nutzte die Möglichkeit, selbstständig als Webdesigner bzw. Webmaster zu arbeiten. Seit dem suche ich nun ständig im Internet nach Neuigkeiten zum Thema Internetmarketing. Nicht nur für meine Klienten, sondern natürlich auch für mich selbst. Und da ich nun überzeugt bin, dass man im Internet Geld verdienen kann (siehe weiter oben), bin ich dabei, das gerade zu tun :-)
Natürlich bin ich auch auf die Social Media Networks gestoßen und erkannte bald die vielen Möglichkeiten von Twitter, Facebook, Xing und Co.
Aber dazu später mehr ...
An dieser Stelle bedanke ich mich für das Interesse an meinem Blog und freue mich über Kommentare und Diskussionen!